Wie es ist zu „bloggen“

Wie es ist zu „bloggen“

Vorab. Ihr könnt meine Artikel lesen oder nicht, sie toll finden oder kritisieren. Das bleibt euch überlassen. Ich bin eine sehr direkte Person, schreibe und sage was ich denke und möglicherweise ist mein Schreibstil nicht immer ganz „ladylike“, aber so bin ich nun mal.

Ich „blogge“ gerne. Ich habe das Wort unter Anführungszeichen gesetzt, da ich eigentlich nicht genau weiß ab welchem Zeitpunkt man sich als Blogger/Social Influencer bezeichnen kann, oder was einen Blogger/Social Influencer überhaupt oder tatsächlich ausmacht. Als ich mit dieser ganzen Sache anfing, war es aus Langeweile. Ich konnte mir im Traum nicht ausmalen, eines Tages Triangl-Bikinis, Schmuck/Uhren oder diverse andere Sachen gesponsert zu bekommen. Schon gar nicht, dass man/ich damit ernsthaft Geld verdienen könnte. So etwas schien für mich unerreichbar zu sein. Schritt für Schritt entwickelte sich aber immer mehr daraus, worüber ich mich natürlich sehr freue. Aber wie es im Leben oft so ist, gab es natürlich auch negative Kommentare zu dieser ganzen „Bloggerei“.

 

Hier ein paar „Best of“ Auszüge:

„Raphi bitte das ist peinlich, was soll das bringen.“

„Ich versteh das ganze nicht, was hast du eigentlich davon...?“

„Du willst doch nur Likes haben ..“

 

Ich hab das alles nie 100%ig ernst bzw. persönlich genommen, weil ich ja selbst wusste was ich machte und welches Potential in Social Media steckt. An einen eigenen Blog dachte ich damals noch überhaupt nicht. TATAAAAAA ... hier ist er jetzt. Ja ich weiß „schon wieder so ein Mode-Blog“.

Zurück zum „bloggen“. Wie bereits erwähnt, ich mache es gerne. Ich mache gerne schöne Fotos, ich bearbeite gerne Fotos und ich poste gerne schöne Fotos. Möglicherweise sehe ich Bloggen deshalb auch nicht als richtigen Zeitaufwand an. Man soll doch genau das im Leben machen, was einem selber Spaß macht, oder? Wer mich etwas näher kennt, weiß, dass ich ein sehr ordentlicher, genauer und pingeliger Mensch bin. Bei mir hat alles seine Ordnung. Vielleicht habe ich ein Auge fürs Detail, oder um eben Dinge richtig in Szene zu setzen. Ein Freund von mir meinte einmal, dass meine Wohnung schon nahezu steril wirkt. Ich muss zugeben, das stimmt wohl ein bisschen. Ich bin ein Mensch, der es hasst, wenn zum Beispiel der Teppich auch nur ein bisschen verschoben ist, jemand meine Sachen/Kleidung durcheinander bringt oder meine Zierhandtücher verwendet. Ja ihr habt richtig gehört, ich habe Zierhandtücher. 

Es gibt natürlich auch (wie überall im Leben) ein paar Dinge, die oftmals nerven. Im Vergleich zu früher schlendere ich jetzt anders und bedachter durch die Straßen. Vielleicht wissen manche wovon ich hier spreche. Man ist eben ständig (oder oft) auf der Suche nach einem guten Motiv oder Foto. Das kann oft ziemlich mühsam sein, aber irgendwie kann man es auch nicht richtig abstellen. Deswegen gibt es gewisse Tage, an denen ich nichts poste und auch versuche nicht ständig am Handy zu „picken“. Ich möchte vermeiden, dass ich davon komplett eingenommen werde und sich mein komplettes Leben nur darum dreht.

Dann wären da noch die Mädls. Ach die lieben Mädls. Sie sind toll aber manchmal echt bescheuert und zugleich vollkommen von der Rolle. Ich weiß wovon ich rede ich bin ja selbst eines. Ich bin schon immer ein Fan der „Zusammenarbeit“ und des „an einem Strang ziehen“ gewesen, aber bei manchen Mädls artet das dann in einem Konkurrenzkampf aus. So was konnte ich noch nie sonderlich nachvollziehen und ein derartiges Verhalten wird einem im Leben sicherlich auch nicht vorwärts bringen. Bei Kommentaren  wie „ .. du machst uns ja nach...“ muss ich noch immer lachen.. Sorry Bro, nein! Wenn man einen Instagram Account hat sollte man eigentlich damit rechnen und wissen, dass es verschiedenste Personen als Inspiration nutzen. Das diverse Firmen mehrere Personen wegen einer Zusammenarbeit kontaktieren, steht hoffe ich auch außer Frage. Wer damit nicht klar kommt, sollte seinen Instagram-Account jetzt mal gleich deaktivieren/löschen und zugleich seinen Blog offline nehmen. 

Ab und zu denke ich mir, dass meine beste Freundin und damaliger Freund derart genervt sein mussten. Die beiden mussten früher immer als persönliche Fotographen herhalten. Als sie sich dann ca. 15 Minuten abmühten, ich wiederholt fragte „Kannst du bitte noch ein Foto machen?“ (ca. 20 mal, 40 Grad im Schatten in Barcelona), sie mich darauf hin fragten ob ich eines gepostet habe und ich mit „NEIN, gefallen mir alle nicht“ antwortete ... Leute !! ... Ich sah es in ihren Gesichtern. PURE Verzweiflung, Verwirrung und den Tränen nahe. Haha okay, jetzt muss ich irgendwie darüber lachen.

Auch das Essen gehen ist ein eigenes Kapitel bei, oder auch mit mir. Wenn man sich dafür entscheidet mit mir essen zu gehen, ist es für meine Freunde glaube ich manchmal eine kleine „Qual“,  solange die Gabel still zu halten, bis ich ein gutes Foto gemacht habe. Kommentare wie „und hast dus’ jetzt, kann ich anfangen?“, bin ich gewohnt. Natürlich fotografiere ich jetzt nicht jedes Mal meine Spaghetti zu Tode, aber ab und zu kann das vielleicht doch vorkommen. Jedoch muss ich sagen, ihr schlagt euch alle ganz hervorragend und danke, dass ihr ca. 30 Fotos abwarten könnt. 

 

Wie gesagt, alles hat seine positiven als auch negativen Aspekte, aber Gott sei dank kann Sushi nicht kalt werden oder?

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